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Buttnich gehört zwar heute zu der verhältnismäßig jungen Gemeinde Dagstuhl, war aber einmal ein Teil der Gemarkung Lockweiler. Erstmals wird Buttnich als Budeneich im Jahre 1290 genannt. Es war zunächst im Besitz der Schwarzenburger Herren, ist aber dann in das Eigentum der Herren auf Burg Dagstuhl übergegangen. Von diesen besaßen die Herren v. Criechingen und dann die Herren v. Fleckenstein eine Bauernvogtei (genannt Großmanns Erbe), den übrigen Teil besaßen die Herren v. Brücken und dann ihre Erbnachfolger, die Herren v. Flersheim. Im 16. Jahrhundert war Buttnich ein Dorf, das sich neben den anderen Dörfern in der Nachbarschaft durchaus sehen lassen konnte. Im Jahre 1580 zum Beispiel bestand Wadern aus 7, Lockweiler aus 17 und Buttnich aus 7 Bauernvogteien. Auch die Namen der Bauerngüter sind bekannt. Im 16. Jahrhundert werden sie mehrfach genannt. Ich gebe hier die Namen von 1568 und in Klammern die von 1590: Thilen (Thelen) Erbe, Springe vffs (Spring ufs) Erbe, Frien (Freien) Erbe, Vierherren Erbe, Budels (Beudels) Erbe, das Brucker Erbe, das Garthen (Schlachters) Erbe. Das Dorf ging dann in den Besitz der Herren von Sötern über und in ihrer Rechnung von 1626 werden auch die Besitzer der 7 Bauerngüter genannt: Koch Bastian, Bach und Wagner Matheis, Adam Leineweber, Michels oder Heisten Jost, Schwencken daß, Schue Clesgen, Bach Matheiß. Aber dann machte sich doch der große Krieg bemerkbar, denn 1656 werden zwar in der Rechnung noch die sieben Vogteien in Buttnich genannt, die Herrschaft erhält aber nur noch von drei die Abgaben und eine dieser drei wird von auswärts bewirtschaftet. Als dann in der Reunionszeit 1674 erstmals die französischen Kriegsvölker unter Marschall Turenne ins Land einfallen, wird auch Buttnich heimgesucht. Als die Rechnung für 1674 gelegt wird, da wird festgestellt, daß zwar noch zwei Untertanen, Kodmanns Matheiß und Peter der Schmied vorhanden und noch einige Ländereien im Gebrauch sind, aber diese beiden wohnen in Noswendel und Lockweiler. Als sich in Buttnich wieder einige Familien niederließen - es wird kurz vor 1700 gewesen sein - war Buttnich nicht mehr selbständiges Dorf und hatte keinen eigenen Bann mehr, sondern gehörte zu Lockweiler. Die Neubesiedlung war kein glücklicher Griff, denn die Amtsprotokolle sind voll Streitigkeiten und Schlägereien. So klagt Johannes Raschpieler zu Buttnich 1701 gegen Friedrich Fett, ebenda, dieser habe ihn samt seinem Hausgesinde Hexen, Huren und Teufel und calvinische Diebsleute gescholten und 1705 ist ein großer Streit zwischen den Buttnicher Familien Friedrich Fett, Johannes Raschpieler und Adolf Schmitt (St. A. Koblenz 38/622). Die wenigen Leute, die dort wohnten, haben also keine gute Nachbarschaft gehalten. Vielleicht haben diese unguten Verhältnisse dazu geführt, daß schließlich niemand mehr sich dort aufhalten wollte, oder die Herrschaft hat die Streithähne zwangsweise umgesiedelt. 1710 wohnt der Rentmeister der Herrschaft Dagstuhl, Rhombius v. Schenkenstein in Budenich (ebenda). Nach dieser Zeit habe ich keine Nachrichten mehr über Buttnich finden können. Und sehr deutlich heißt es in der Beschreibung der Herrschaft Dagstuhl von 1720: "Budenich vor Zeiten ein Dorf von 6 Untertanen, ist abgegangen und ist mit einem Haus und Gütern zum Hofhaus Dagstuhl gezogen worden (Archiv Wallerstein I/IX/6). Erst 1820 ließ der damalige Besitzer, der Freiherr Lasalle v. Louisenthal, hier wieder einen Schafstall erbauen, und es ließ sich auch wieder ein Siedler hier nieder (Kell, Geschichte des Kreises Merzig 1925). |
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